Mit Musik gemeinsam für die Kunst

In der Aula des Domgymnasiums haben der Gospel- und Popchor Lighttrain, die Jazz Dogs und die Band „Hau drauf“ ein gemeinsames Konzert gegeben. Die Zuschauer hielt es nicht auf den Sitzen.

Verden. Musik kann nicht nur Spaß machen, sondern auch Gutes tun. Das bewies der Gospel- und Popchor Lighttrain, der gemeinsam mit den Jazz Dogs und der Band „Hau drauf“ der Lebenshilfe ein musikalisch vielseitiges Konzert bot – und damit gleichzeitig die Lebenshilfe unterstützte. Es war kurz vor 19 Uhr, als aus der Aula des Domgymnasiums bereits der Klang von Jazzmusik tönte und es schwierig war, dort noch einen Sitzplatz zu finden.

Zahlreiche Menschen waren der Einladung zum Konzert gefolgt, um sich für diesen Abend von einer bunten Mischung musikalischer Vielfalt begeistern und mitreißen zu lassen. Durch den Abend führte der Zauberkünstler Ben Jayman, der mit seiner sympathischen und magischen Art für die Unterhaltung abseits der Musik sorgte. Bevor es jedoch vom Jazz zur Gospel- und Popmusik ging, ergriffen Antje Jordan, Michael Grashorn und Oliver Geweke von der Lebenshilfe das Wort. Gemeinsam verrieten sie etwas mehr über die Idee dieses Benefiz-Konzertes.

Seit etwa 50 Jahren setzt sich die Lebenshilfe dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen an der Gesellschaft uneingeschränkt teilhaben können. Daher bietet die Verdener Lebenshilfe mit ihren Standorten im Landkreis eine ganze Reihe an sozialen Dienstleistungen an, die dieses Ziel verwirklichen sollen. Hierzu gehöre auch das Aller-Atelier. Bis vor Kurzem noch in den Räumen der Lebenshilfe zu finden, ist das Atelier seit einigen Wochen nun in der Großen Straße anzutreffen. Zudem laufe bald die Förderung durch die „Aktion Mensch“ aus, so der Verein. Daher sei es notwendig geworden, das Aller-Atelier als Ort der Kreativität und des Zusammenkommens auf andere Weise zu unterstützen. Daher soll auch der Erlös, der an diesem Abend zusammenkam, in die Anschaffung neuer Materialien und die Beschäftigung der Assistenzkräfte fließen.

Aus diesem Grund hatte der Gospelchor Lighttrain, unter der Leitung der charmanten Sandra Bysäth ein vielseitiges Repatoire an Gospels und anderen Liedern dabei. Und ebenso vielfältig wie ihre Lieder war auch der Chor selbst. Rund 30 Frauen und Männer, in schwarz gekleidet und mit bunten Halstücher, sorgten mit ihrem faszinierenden Gesang, etwa mit „Amazing Grace“, „California Dreaming“ oder dem „African Alleluja“ für mehr als nur wippende Füße und Gänsehaut. 

Publikum kommt in Stimmung

Nach einer kurzen Pause, die genug Zeit für den gemeinsamen Austausch bot, läuteten die Jazz Dogs die zweite Hälfte des Konzert-Abends ein. Es folgte „Hau drauf“, die hauseigene Band der Lebenshilfe, die unter der Leitung von Oliver Geweke besteht.

„Hau drauf“ ist ein Angebot der Lebenshilfe im Freizeitdienst der Offenen Hilfe. Schon seit vielen Jahren stehen mit „Hau drauf“ behinderte und nicht-behinderte Menschen, manchmal in wechselnder Besetzung, gemeinsam auf der Bühne. Und auch sie verstanden es mit ihrem Pop- und Rocksongs, ihr Publikum in Stimmung zu bringen. Gerade die ersten Töne des Songs „Eisbär“ angespielt, konnte sich das Publikum nicht mehr auf seinen Stühlen halten und unterstütze die Band gesanglich aus voller Kehle. 

Seinen Höhepunkt fand das Benefiz-Konzert zum Finale, als alle Musiker und Sänger gemeinsam auf der Bühne standen. Mit dem Lied „Wir sind Gottes Kinder“ hatten sie eine Botschaft an das Publikum: Niemand ist allein. Unter jubelndem Beifall verabschiedeten sich die Musiker von der Bühne.

Bei Chorleiterin Sandra Bysäth überwogen Stolz und Freude am Ende des Konzertes gleichermaßen: „Für den Chor ist es etwas ganz Besonderes mit ihrem Hobby helfen zu können.“ Ohne die vielen Beteiligten wäre das jedoch nicht möglich gewesen: „Ich denke, ich kann für den ganzen Chor sprechen, wenn ich sage, dass wir stolz sind mit unserer Leidenschaft an der Musik etwas Gutes tun zu können, sowie nun für das Aller Atelier.“

Dass es ein toller Abend war, fand auch Miriam Grube, die eingefleischter Lighttrain-Fan ist: „Die Idee, dass Aller-Atelier mit einem Konzert zu unterstützen, finde ich hervorragend. Ich hoffe, dass genug Geld zusammengekommen ist.“

Weser Kurier - 10.09.2017

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